Myofunktionelle Zahnmedizin

Die myofunktionelle Zahnmedizin betrachtet nicht nur Zähne und Kiefer, sondern auch deren Zusammenspiel mit wichtigen Funktionen wie Atmen, Kauen, Schlucken und Sprechen. Besonders die Zunge spielt dabei eine zentrale Rolle: Ihre Lage in Ruhe und ihre Beweglichkeit können die Entwicklung von Kiefer und Zahnbögen beeinflussen.

Eine ungünstige Zungenfunktion, Mundatmung oder ein eingeschränktes Zungenband können unter anderem zu Zahnengständen, offenem Biss, Kieferfehlstellungen, auffälligem Schluckmuster oder Rückfällen nach einer kieferorthopädischen Behandlung beitragen.

Wir schauen deshalb genau hin – bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen. Dazu gehören je nach Befund die Beurteilung der Zungenfunktion und des Zungenbandes sowie des Zusammenspiels der Primärfunktionen. Wenn sinnvoll, begleiten wir die Behandlung auch mit Ansätzen aus der Dentosophie, beispielsweise durch eine Balancer-Therapie.

Dabei arbeiten wir eng interdisziplinär mit Kolleginnen und Kollegen zusammen – zum Beispiel aus der Logopädie, Osteopathie, Kieferorthopädie oder HNO-Heilkunde. Denn eine gute Funktion entsteht häufig erst im Zusammenspiel verschiedener Fachbereiche.

Unser Ziel ist es, nicht nur sichtbare Folgen zu behandeln, sondern mögliche funktionelle Ursachen frühzeitig zu erkennen und den Mund als Teil eines ganzen Systems zu verstehen.